Gegenreformation und Toleranz

Mit der Ansiedlung der Jesuiten 1572 in Graz und der Gründung der Jesuitenuniversität 1585 schuf Erzherzog Karl ein geistiges Gegengewicht zur Reformation. Sein Sohn Ferdinand (ab 1619 Kaiser Ferdinand II.) führte mit voller Härte die Rekatholisierung des Landes durch. Er wollte „lieber über eine Wüste herrschen als über ein Land voller Ketzer“. Da der Gehorsam gegenüber der Obrigkeit für die protestantischen Stände einen bewaffneten Widerstand nicht zuließ, konnte die habsburgische Gegenreformation siegen. Ab 1600 waren die österreichischen Erblande äußerlich wieder katholisch. Im Untergrund aber lebte der Protestantismus auf Bauernhöfen und im Bürgertum weiter. Das Toleranzpatent von Kaiser Josef II. 1781 ließ die evangelische Kirche wieder auferstehen. Sie wuchs und wurde im Protestantenpatent 1861 von Kaiser Franz-Josef auch staatsrechtlich anerkannt.

Gegenreformation und Geheimprotestantismus

Toleranz gegenüber den Religionen in der Habsburger Monarchie

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